Personalie

Friedrich Georg Raederscheidt (* 21. August 1883 in Köln; † 6. Januar 1974 in Brühl) war ein deutscher Pädagoge. Er wurde als Sohn des Gastwirts Wilhelm Raederscheidt geboren und war römisch-katholischer Konfession. Raederscheidt hatte maßgeblichen Anteil an der Reform der Volksschule, starken Einfluß auf die Gestaltung der akademischen Lehrerbildung sowie auf die Entfaltung und Ausformung einer zeitgerechten Bauernbildung. So übernahm er in den 1960er Jahren die Leitung der Bauernhochschule des Deutschen Bauernverbandes in Fredeburg (Sauerland) und baute sie zur Landjugendakademie aus.

Zusammen mit Persönlichkeiten wie Wilhelm Flitner oder Adolf Reichwein gehörte Raederscheidt zu der Gruppe von Pädagogen, die für die Lehrerbildung an den neu gegründeten Pädagogischen Akademien gewonnen werden konnten. Am 1. April 1926 wurde Raederscheidt zum Direktor der ersten Pädagogischen Akademie zur Ausbildung von katholischen Volksschullehrern in Bonn berufen.


Bildquelle: Archivdatenbank der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF)

Schon früh galten Raederscheidts Ambitionen außerdem einem volksbildnerischen Interesse und Aufgaben der Erwachsenenbildung. 1919, dem Gründungsjahr vieler Volkshochschulen in Deutschland, begründete Raederscheidt in Neuss in Zusammenarbeit mit den Parteien und kulturellen Organisationen eine Neusser Volkshochschule, die er bis 1926 leitete.

Georg Raederscheidt verstarb am 6. Januar 1974 in Brühl bei Köln in einem Seniorenstift.

Quelle: Schwarz, Thomas: Georg Raederscheidt (1883-1974). Leben und Wirken eines verkannten Pädagogen im Rhein-Kreis Neuss. In: Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss 2009. Hrsg. vom Kreisheimatbund e.V., Dormagen, 2008, S. 56-63.

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